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Landtagswahlen...

Hamburg

Land Hamburg (3 Stimmen im Bundesrat)

 

CDU

SPD

GRÜ/GAL

FDP

Linke.

Piraten

NPD

DVU

2011

21.9

48.3

11.2

6.6

6.4

2.1

0.9

-.-

2008

42.6

34.1

9.6

4.8

6.4

-.-

PRO

0.8

2004

47.2

30.5

12.3

2.8

-.-

 

3.5*

REP

2001

26.2

36.5

8.5

5.1

0.4

 

19.4

0.1

1997

30.7

36.2

13.9

3.5

0.7

 

-.-

1.9

1993

25.1

40.4

13.5

4.2

-.-

 

-.-

4.8

1991

35.1

48.0

7.2

5.4

 

 

-.-

1.2

1987

40.5

45.0

7.0

6.5

 

 

 -.-

 

1982

38.6

51.3

6.8

2.6

 

 

 -.-

 

1982

43.2

42.7

7.7

4.9

 

 

 -.-

 

1978

37.6

51.5

3.5**

4.8

DKP

 

 -.-

 

1974

40.6

44.9

-.-

10.9

2.2

 

 -.-

 

1970

32.8

55.3

 

7.1

1.7

 

 -.-

NPD

1966

30.0

59.0

 

6.8

 

 

 3.9

3.9

1961

29.1

57.4

 

9.6

 

DP

 

 

1957

32.2

53.9

 

8.6

 

4.1

HB

 

1953

 

45.2

 

 

KPD

 

50.0

VBH

1949

 

42.8

 

 

7.4

13.3

 

34.5

1946

26.7

43.1

 

18.2

10.4

 

 

 

Olaf Scholz (SPD) wird Erster Bürgermeister einer SPD-Alleinregierung.

* davon: Offensive (ehemalige Schill-Partei): 0.4% und proDM/Schill: 3.1%

** Bunte Liste

HB = Hamburger Bürgerblock, bestehend aus CDU, FDP, DP, DKP

VBH = Vaterstädtischer Bund: CDU, FDP, DKP

 

Einzelergebnisse aus Hamburg können heruntergeladen werden:

- Ergebnisse in den Bezirken 1987 - 2011 (19 KB/PDF)

- Ergebnisse in den Wahlkreisen 2004 - 2011 (19 KB/PDF)

 

Hamburg

Seit Beginn der 90er Jahre hat es in Hamburg mehrere politische Turbulenzen gegeben. 1988 hatte der SPD-Politiker Henning Voscherau das Amt des Ersten Bürgermeisters von seinem Amtsvorgänger Klaus von Dohnanyi (SPD) übernommen. Bei den Bürgerschaftswahlen 1991 holte die SPD überraschend die absolute Mehrheit der Mandate - damit hatte selbst der Spitzenkandidat Henning Voscherau nicht gerechnet.

Bereits im Jahr 1993 mußte die Wahl wiederholt werden. In der CDU hatte Markus Wegener gegen die Aufstellung der Kandidaten auf dem Parteitag geklagt und vor dem Hamburger Landesverfassungsgericht gewonnen. Das Verfassungsgericht erklärte die Aufstellung der Kandidaten auf dem CDU-Wahlparteitag für verfassungswidrig und ordnete die Wiederholung der Bürgerschaftswahlen in Hamburg an.

Markus Wegener gründete die STATT-Partei, mit der nach der Wahl 1993 der Erste Bürgermeister Voscherau eine Koalition bildete. Noch während dieser Wahlperiode kam es innerhalb der STATT-Partei zu Streitigkeiten, an deren Ende der Vorsitzende Wegener sein Amt aufgab.

Als nach der Bürgerschaftswahl 1997 eine rot-grüne Koalition unvermeidbar wurde, erklärte Henning Voscherau, der ein Gegner einer Zusammenarbeit mit den Grünen war, den Verzicht auf eine erneute Amtszeit, und der eher farblose SPD-Politiker Ortwin Runde wurde Erster Bürgermeister einer rot-grünen Koaliton.

Im Jahr 2001 war die Fortsetzung der Koalition nach deutlichen Wahlverlusten der Grünen nicht möglich. Statt dessen erstarkte die rechtspopulistische PRO (Partei Rechtstaatliche Offensive) des Richters Ronald Barnabas Schill. Der CDU-Politiker Ole von Beust bildete eine Koalition aus CDU, FDP und PRO. Während der Wahlperiode fiel Richter Schill bundesweit immer wieder durch Eskapaden und deutliche Fehltritte auf. Erst als Ole von Beust selbst in das Visier des Richters geriet, handelte er und entließ Schill. Neuwahlen folgen, die der CDU die absolute Mehrheit brachten.

Nach den Bürgerschaftswahlen 2008 bildete von Beust die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene. Mit den Grünen einigte sich die CDU auf eine Reform des Schulsystems in Hamburg, die allerdings bei einem Volksentscheid im Sommer 2010 scheiterte. Ole von Beust erklärte seinen Rückzug aus der Politik. Nachfolger im Amt wurde der als konservativ geltende CDU-Politiker Christoph Ahlhaus. Nach dem Wechsel an der Spitze des Senats in Hamburg erklärten CDU und Grüne übereinstimmend, die Koalition fortsetzen zu wollen.